Jul 212015
 

 Wiedergutmachung an Juden nach 500 Jahren / Edicto de Granada /

Das Edicto de Granada auch bekannt als das Alhambra-Edikt war eine Verordnung von Ferdinand II. von Aragón und der Königin Isabella von Kastilien, das bewirkte, dass alle Juden 1492 die iberische Halbinsel verlassen mussten!
Das Edikt wurde mit 31. März 1492 wirksam.
Es iexistieren 2 Versionen dieses Ediktes, eines wurde von Ferdinand II. von Aragón unterschrieben, das andere von der Königin Isabella de Castilla!

In der katalanischen Version waren es ausschließlich religiöse Motive,
hingegen in der Version von Aragón waren die Anschuldigungen gegen die Juden wegen: Wucher, ketzerische Perversitäten gegen den christlichen Glauben, und den Verdacht, dass konvertierte Juden doch heimlich jüdische Praktiken ausübten!

Die Bedingungen der Ausweisung:

  1. Sie mussten die iberische Halbinsel verlassen, ohne jemals wiederzukehren – nicht einer von ihnen

  2. Es gibt keinerlei Ausnahmen, auch nicht altersbedingt, auch nicht wenn man in Kastilien oder Aragón geboren wurde

  3. Man gab den Juden eine Frist von 4 Monaten das Land zu verlassen (die Königreiche Kastilien und Aragón), wer sich nicht an diese Frist hielt wurde mit dem Tode bestraft und der Konfiszierung aller Güter!

  4. Innerhalb dieser 4 Monate Frist durften die Juden ihr Hab und Gut verkaufen, allerdings erhielten sie als Gegenwert nur Kreditbriefe! Geld, Gold und Silber auszuführen bzw. mitzunehmen war verboten, wie auch Sachwerte und Waffen!

    Am 16 Dezember 1968 erkärte der Diktator Francisco Franco das Edikt für ungültig und es wurde am 21 Dezember 1969 aufgehoben!

    Allerdings erst im März 2014 wurde der Artikel 23 b des bürgerlichen Gesetzbuches von Spanien (codigo civil) offziliell geändert, mit dem Gesetz :
    ANTEPROYECTO DE LEY EN MATERIA DE CONCESIÓN DE LA NACIONALIDAD ESPAÑOLAA LOS SEFARDÍES QUE JUSTIFIQUEN TAL CONDICIÓN Y SU ESPECIAL VINCULACIÓN CON ESPAÑA Y POR EL QUE SE MODIFICA EL ARTÍCULO 23 DEL CÓDIGO CIVIL
    http://www.parainmigrantes.info/wp-content/uploads/2014/02/Anteproyecto_de_Ley_nacionalidad_sefardies.pdf
    Vorschlag bzw. Entwurf zur Änderung des Artikels 23 Absatz b:
    b) Que la misma persona declare que renuncia a su anterior nacionalidad.
    Quedan a salvo de
    este requisito los naturales de países mencionados en el apartado 1 del artículo 24 y los sefardíes.

    Zumindestens war dies ein Vorschlag zur Gesetzesänderung!

    In Wahrheit ist der Artikel 23 b vom codigo civil auf der Seite der Regierung immer noch derselbe:
    http://www.boe.es/buscar/act.php?id=BOE-A-1889-4763&p=20110722&tn=0

    Der Hauptgrund des Verlangens auf eine Änderung des Artikel 23 b im bürgerlichen Gesetzbuch von Spanien ist folgender:
    Alle Juden, die damals vor 500 Jahren aus Spanien ausgewiesen bzw. vertrieben wurden, die also auch nach Südamerika auswanderten, können sich heute im 21. Jahrhundert bei einem Rabbi melden, und wieder die spanische Nationalität erwerben!
    Das nennen Juden Wiedergutmachung nach 500 Jahren!
    Das klingt zwar total psychopatisch und fast schizophren, ist aber leider Tatsache!
    Somit kann jeder Jude, der einen Namen nachweist, wie er auf der Seite für Imigranten aufgezählt wird :
    http://www.parainmigrantes.info/listado … anola-958/
    behaupten, einer seiner Vorahnen wurde damals durch das Edikt von Granada Vertrieben…..!?

    Das ist nicht nur Sache von Spaniens Justiz, das geht alle EU-Bürger etwas an!!!
    Nach diesen Aspekten der Wiedergutmachung nach 500 Jahren könnten eigentlich auch die 1609 vertriebenen „Moriscos“ = Mauren bzw. bekehrte Muslime aus Spanien auch um Wiedergutmachung ansuchen!?
    Sozusagen Alle, die vor 500 Jahren aus Europa vertrieben wurden, das sind alle Völker der nordafrikanischen Anrainerstaaten, hätten nach der Theorie der Juden ein Recht auf Wiedergutmachung und Wiedereinbürgerung in Spanien / Portugal bzw. in der EU!!???
    Quelle spanisches WIKI:
    https://es.wikipedia.org/wiki/Edicto_de_Granada
    Unter diesem Quelllink kann man ja auf spanisch nachlesen, was uns unsere deutschen Medien verheimlichen: 1992 zum Anlass der 500 Jahresfeier von Amerika (Trauerfeier für die Ureinwohner), und der Ausweisung der Juden (= y de la expulsión de los judíos), veranstaltete man am 31. März 1992 in der Synagoge von Madrid eine Zeremonie, mit Anwesenheit von König Juan Carlos und dem damaligen Präsident von Israel Chaim Herzog und Jitzchak Nawon (5. Präsident von Israel) – und ganz andächtig versunken in tiefe Gebete beschloss man dann, diese Ungerechtigkeit vor 500 Jahren geschehen an Juden wieder gutzumachen….!?
    Ob Juan Carlos schon damals an tote Elefanten dachte und Chaim Herzog eigentlich an die Vertreibung von Palästinenser dachte, das wurde nie bewiesen…!

    Allerdings geschah noch etwas im Jahre 1492: die Spanier landeten in Amerika !
    – ein gewisser konvertierter Jude Namens Hernán Cortés arbeitete dann 1521 bis 1530 in den spanischen Kolonien – nicht gerade menschenwürdig, allerdings erfolgreich!
    Und am 22. April 1500 landete der konvertierte Jude Pedro Álvares Cabral an der Küste Brasiliens / Bahia, und setzte den Grundstein zur größten portugiesischen Kolonie und zur Ausrottung von ca. 20 Millionen Indios….!
    Das Edicto de Granada war das Todesurteil für ca. 40 Millionen Ureinwohner und  11 Millionen schwarzer Sklaven am gesamten amerikanischen Kontinent und ist es auch heute noch:
    http://www.investment-portal.net/immobilienforum/viewtopic.php?f=19&t=311


    Wenn man sich richtig arrangierte mit der spanischen und portugiesischen Regierung, dann war man als Jude trotz Edicto de Granada sehr willkommen und geachtet auf der iberischen Halbinsel …!

    sefardische Familiennamen – größte Seite für Einwanderer in Spanien – geführt von einem jüdischen Anwalt aus Spanien:
    http://www.parainmigrantes.info/listado-de-apellidos-sefardies-para-la-nacionalidad-espanola-958/
    und aus Portugal:
    http://ruadajudiaria.com/index.php?p=77
    durch das Edikt 1496 „édito real publicado em 1496“ wurden die Juden aus Portugal vertrieben:
    http://ensina.rtp.pt/artigo/expulsao-dos-judeus-de-portugal/

Anmerkung / Richtigstellung 2016: Die Liste des Anwaltes ist angeblich falsch!
siehe Beitrag : Falsas ilusiones por la lista apócrifa de apellidos para lograr la nacionalidad española
Die richtige Liste mit jüdischen Familiennamen ist hier: http://diariojudio.com/library/Listado-de-nombres-sefardes.pdf
Viele spanische Bürger hatten sich anscheinend bei der Regierung beschwert, dass das nun so aussehen würde, als ob jeder  speziell in Südamerika von sephardischen Juden abstammen würde….!?
Und vor allem ist der Name „Borbon“ also der Familienname der spanischen Königsfamilie jetzt nicht mehr auf dieser Liste…..!?
Das war wohl der Hauptgrund, dass die erste Liste mit sephardischen Namen als falsch deklariert wurde – in allen großen spanischen Zeitungen….!?
Niemand will also, dass jemand auf die Idee kommen würde, die spanische Königsfamilie wäre jüdischer Abstammung !!!

 

Kommentare im Forum

siehe auch Milliardäre Brasilien: http://wipi.at/immoblog/millionaere

siehe auch: Milliardäre von Venezuela

siehe auch: Mindesteinkommen in Brasilien
http://wipi.at/immoblog/mindesteinkommen

siehe auch : Favelas in Brasilien

Die Gebiete der Indios in Brasilien : http://wipi.at/immoblog/terras-indigenas

Indios in Uruguay:

Sorry, the comment form is closed at this time.